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Pflanzen und bauen

Am Sonntag, den 17.01.10 besuchte Bischof Gründemann die Gemeinde Ulm-West. Zum Gottesdienst waren auch die Gemeinden Wiblingen, Blaustein und Senden eingeladen.

 

Zu Beginn des Gottesdienstes empfahl der Bischof der Gemeinde, irdische Sorgen und Probleme für eine Stunde auf die Seite zu tun und sich jetzt nicht damit zu beschäftigen, denn Gott möchte nun ungehindert an uns arbeiten.

 

Am Anfang der Predigt griff der Bischof zwei Gedanken aus dem Gottesdienst mit Stammapostel Wilhelm Leber vom Sonntag, 10. Januar 2010 auf. Er leitete die Frage, die sich jeder von uns stellen sollte, ab: „Warum bin ich neuapostolisch?“. Der Bischof gab dazu mögliche Antworten, wie: „Bin ich es nur für meinen Partner oder nur um meinen Kindern ein Vorbild zu sein…?“ Das wäre eigentlich zu wenig…. Wir sollen, so empfahl er, in uns gehen, und diese Frage ehrlich beantworten. Die beste Antwort wäre: „um beim Herrn zu sein“. Zum einen schon heute dem Herrn nahe sein, aber auch in Zukunft, in unserer Seelenheimat dem Herrn ewig nahe zu sein. Der zweite Gedanke aus dem Gottesdienst des Stammapostels war, dass wir bei Meinungsverschiedenheiten miteinander reden und aufeinander zugehen sollen. Bischof Gründemann beobachtet jedoch oft, dass dann nur einer redet, und wünschte sich, dass man einander zuhört. Er empfahl, sich in solchen Situationen immer zugunsten des Friedens zurückzunehmen.

 

Zum Gottesdienst wurde das Bibelwort aus Jeremia 24, Vers 4 und 6 verwendet: „Da geschah des Herrn Wort zu mir: … Ich will sie gnädig ansehen und sie wieder in dies Land bringen und will sie bauen und nicht verderben, ich will sie pflanzen und nicht ausreißen.“

 

Das Bibelwort bezieht sich auf die gefangenen Juden in Babylon. Jedoch schlug der Bischof rasch den Bogen in die heutige Zeit und beleuchtete die Stellung und Aufgabe als Gotteskinder. Er wünscht sich, dass wir uns einbringen und mitbauen in der Gemeinde, mit unseren Gaben pflanzend tätig sind. Sei es tatkräftig mit unseren Begabungen etwas zu bewegen und zu gestalten oder auch durch Gebet und vorbildlichen Wandel unseren Beitrag zu leisten. Würde uns da gar nichts einfallen, können wir gerne den Vorsteher fragen, der sicher etliche Aufgaben zu verteilen hat.

Nicht empfehlen könne er die passive Haltung. Das „Pfund ins Schweißtuch zu wickeln“ bringt uns nicht weiter. Im Gegenteil, Passivität steckt an, was der Bischof anschaulich mit dem ansteckenden Gähnen verglich.

Wir sollen auch nicht zu eigener Ehre aktiv werden und ebenso nicht demotivierend in unsere Umgebung hineinwirken. Also gilt es, immer selbstkritisch sich zu betrachten, dass wir bauen und nicht zerstören, pflanzen und nicht herausreißen.

 

Zur weiteren Wortverkündigung wurden Bezirksältester Bolz, Hirte Seitz und Priester Dangel an den Altar gerufen.